KomSol
Anbieter von sozialen Leistungen für Jugendliche und junge Erwachsene

Grundhaltungen - Grundwerte - Philosophie

Auftrag
Der Verein KomSol unterstützt Jugendliche mit psychischen Problemen / psychischen Erkrankungen bei der Stabilisierung und auf dem Weg, das individuelle Höchstmass an Selbständigkeit zu erlangen.

Ziele
Während des Aufenthalts werden mit allen Jugendlichen und dem gesamten Hilfssystem gemeinsam individuelle Ziele erarbeitet und regelmässig überprüft und angepasst.

Wir arbeiten unter anderem an folgenden Bereichen:

psychosozialer Bereich

  • Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisationsgeschichte
  • Erkennen der eigene Bedürfnisse
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Identität
  • Erlernen und Einüben von sozialen Fertigkeiten
  • Übernahme von Eigenverantwortung
  • Entwicklung realistischer beruflicher Perspektiven
  • Aufbau und Pflege des sozialen Umfelds
  • Umgang mit der eigenen Erkrankung
  • Reflexion der eigenen Handlungen und Verhaltensmuster
  • Entwicklung angemessener Bewältigungsstrategien

kognitiver Bereich

  • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
  • Bewältigung der schulischen / beruflichen Herausforderungen

lebenspraktischer Bereich

  • Aufbau und Einhaltung einer sinnvollen Tagesstruktur
  • Übernahme von Verantwortung im Bereich der Körperhygiene
  • Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld
  • Aufbau einer sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Erlernen von angemessenen Umgangsformen
  • Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Erlernen hauswirtschaftlicher Tätigkeiten

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Jugendliche beiderlei Geschlechts, die aufgrund psychischer Störungen auf eine individualisierte, strukturierte und eng betreute Wohnform angewiesen sind. Aufgenommen werden Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren. Ein Aufenthalt ist bis spätestens Vollendung der Erstausbildung möglich.

Wir unterstützen beispielsweise Jugendliche

  • mit einer diagnostizierten psychischen Erkrankung
  • die psychische Störungen entwickelt haben, welche in ihrem aktuellen Sozialisationsumfeld nicht aufgefangen werden können
  • deren Sozialisationsumfeld für sie als belastend oder gefährdend angesehen werden muss
  • indem wir eine Anschlusslösung an eine jugendpsychiatrische Einrichtung bieten

Jugendliche, welche harte Drogen konsumieren oder solche, die an einer starken körperlichen Gehbehinderung leiden, können nicht aufgenommen werden.

Pädagogische Grundhaltung
Neben den Entwicklungsaufgaben der Jugendphase, welche immer schwerer zu bewerkstelligen sind, müssen sich die hier angesprochenen Jugendlichen noch zusätzlich mit einer psychischen Erkrankung oder psychischen Problemen auseinander setzen, welche das Lösen dieser Entwicklungsaufgaben erschwert (z.B. sichtbar bei der Berufsfindung oder bei der Umgestaltung der sozialen Beziehungen). Es verwundert deshalb kaum, dass viele mit diesen Anforderungen überfordert sind. Als Reaktion darauf entwickeln die Jugendliche ganz unterschiedliche, häufig sozial abweichende und auffällige Verhaltensmuster.
So unterschiedlich wie die Vorgeschichte, die Krankheitsbilder und der Entwicklungsstand sind auch die Möglichkeiten, Bedürfnisse und Ressourcen der einzelnen Jugendlichen. Gerade Jugendliche mit psychischen Problemen und psychischen Erkrankungen sind oftmals von diversen negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit geprägt und verfügen über ein mangelndes Selbstvertrauen, welches für die Entwicklung gestärkt werden muss. Daher ist es uns wichtig individuell mit den Jugendlichen nach geeigneten Massnahmen und Lösungen zu suchen. Bei der Arbeit mit den Jugendlichen achten wir auf eine positive und wertschätzende, sowie konstante und verlässliche Beziehungsarbeit. Im Sinne einer systemischen Grundhaltung ist uns die Zusammenarbeit mit Eltern, Behörden, Lehr- und Arbeitskräften, Therapeuten und weiteren Kooperationspartnern ein zentrales Anliegen damit die Jugendlichen in ihrer Entwicklung bestmögliche Unterstützung erfahren. Wir achten speziell darauf, dass keine Überforderungssituationen entstehen. In unserer täglichen Arbeit mit den Jugendlichen fördern wir gezielt die  vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten. Gemäss den individuellen Möglichkeiten bieten wir den Jugendlichen entsprechende Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten wodurch die Selbständigkeit gefördert wird.

Wir als interdisziplinäres Team legen bei unseren Interventionen Wert auf eine multiperspektivische Sichtweise und ziehen dabei die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse bei.

KOSS-Methodik

Wir arbeiten im KomSol mit der so genannten KOSS-Methodik. Dies ist eine kompetenzbasierte professionelle Vorgehensweise für die Arbeit in einem stationären Setting. Ziel ist es mit Hilfe einer strukturierten Arbeits- und Vorgehensweise, gelingende Lern- und Entwicklungsprozesse bei den Jugendlichen anzuregen. Weitere Informationen siehe unter https://kompetenzhoch3.ch/methodiken/koss/

Konfession

Das KomSol ist ein konfessionsneutraler Verein. Bei uns werden jegliche religiöse und auch konfessionslose Lebensstile akzeptiert, sofern niemand in seinen Freiheiten zu stark eingeschränkt wird.